Die Agenda 2030 – Orientierung für ökumenisches Handeln
Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung, verabschiedet von den Vereinten Nationen im Jahr 2015, ist ein globaler Aktionsplan für eine gerechtere, friedlichere und ökologisch nachhaltige Welt. Im Zentrum stehen die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung – die sogenannten Sustainable Development Goals (SDGs). Sie reichen von der Bekämpfung von Armut und Hunger über hochwertige Bildung, Geschlechtergerechtigkeit und Klimaschutz bis hin zu nachhaltigem Konsum und globalen Partnerschaften.
Diese Ziele richten sich an alle Länder und Lebensbereiche und fordern Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und auch die Kirchen heraus, aktiv Verantwortung zu übernehmen.
In der ökumenischen Arbeit ist die Agenda 2030 ein wertvoller Orientierungsrahmen, denn sie spiegelt zentrale Werte des christlichen Glaubens wider: Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung und solidarisches Handeln. Ökumenische Initiativen weltweit und vor Ort setzen sich dafür ein, die SDGs mit Leben zu füllen, z. B. durch Bildungsarbeit, gesellschaftliches Engagement, internationale Partnerschaften und konkrete Projekte in den Gemeinden.
Die Agenda 2030 lädt dazu ein, gemeinsam mit anderen Religionen, Kulturen und zivilgesellschaftlichen Akteuren an einer Zukunft zu arbeiten, in der niemand zurückgelassen wird. Sie stärkt das Bewusstsein dafür, dass unser lokales Handeln globale Auswirkungen hat – und umgekehrt.
Die ökumenische Arbeit im Kirchenkreis versteht sich als Teil dieser weltweiten Bewegung. Sie greift die Impulse der Agenda 2030 auf, macht sie in der Region sichtbar und motiviert Menschen, sich für eine nachhaltige und gerechte Welt einzusetzen.